Permalink

Trekking in Venezuela

Venezuela ist gerade für Individualreisende und für Aktivurlauber ein wahres Paradies: Karibische Strände, dichte Regenwälder und unzählige kulturelle Schönheiten zeichnen das Land im Norden von Südamerika aus. Es gibt viel zu entdecken, vor allem beim Trekking hat man die Möglichkeit, selbst hautnah die beeindruckende Artenvielfalt der Flora und Fauna des Landes kennenzulernen. Venezuela ist das perfekte Reiseland für Naturliebhaber, Geschichts- und Kulturinteressierte und natürlich auch für Sportler – ganz sicher kommt jeder bei einem Trekkingurlaub auf seine Kosten.

Trekking Humboldt route 1 620x465 Trekking in VenezuelaTrekking am Roraima – ein unvergessliches Erlebnis

Im schönen Dreiländereck von Brasilien, Kolumbien und Venezuela gelegen befindet sich der Roraima, der höchste Tafelberg der ganzen Welt. Die dort heimischen Pemon-Indianer nennen ihn unter anderem auch “groß”, “fruchtbar” oder auch “türkisblau”, was auf seine von Weitem schimmernde Farbe zurückzuführen ist. Das Einzigartige an diesem Berg ist, dass es dort rund 80 % endemisches Leben gibt, also Tier- und Pflanzenarten, die sonst nirgends auf der Erde vorkommen. Darunter fallen zum Beispiel einige Arten von fleischfressenden Pflanzen, welche sehr spannend zu beobachten sind. Im Jahr 1912 bezeichneten englische Forscher diese Gegend als Lost World – dieser Begriff ist bis heute bekannt. Für Trekking eignet sich der Roraima bestens, wenn man eine einzigartige Natur hautnah erleben möchte. Die Besteigung des Roraima ist allerdings nur mit einem Guide zu empfehlen, denn bei der Durchquerung zahlreicher Flüsse ist eine helfende Hand immer wichtig. Im vorneweg sollte man sich bewusst sein, dass die 6 Tagestour auf den Roraima nur für geübte Wanderer zu empfehlen ist. Ein guter Tipp: Dank der günstigen Lage in Ostvenezuela lassen sich von dort aus auch Touren in das Orinoco-Delta und nach Canaima planen, allerdings sollte man allein schon für den Roraima mit seiner atemberaubenden Natur mehrere Tage einplanen.  Die An-und Abreise nach Santa Elena, dem Startpunkt des Roraima Trekkings findet mit dem Bus statt. Die landschaftliche Schönheit der Tafelberge ist einzigartig.

Trekking Humboldt route 2 Trekking in VenezuelaTrekking in der einzigartigen Natur Venezuelas: Unterwegs auf der Humboldt-Route

Auch die beeindruckende Humboldt-Route ist unbedingt einen ausgiebigen Ausflug in die Natur wert, wenn man Venezuela bereist. Bereits Alexander Humboldt wusste zu seinen Lebzeiten, wie schön die Natur an der Grenze des Bundesstaats Sucre zum Bundesstaat Monagas ist. Dort befindet sich bis heute der Guacharo Nationalpark, welcher mit seiner unberührt wirkenden Landschaft jeden Reisenden in seinen Bann zieht. Es gibt unzählige rauschende Wasserfälle, kleine Flüsse, aber auch sanfte Hügel, fruchtbare Felder, auf denen Tropenfrüchte angebaut werden und dichte Regenwaldregionen. Sowohl Wanderer als auch Kletterer und Mountainbiker dürfen sich im Park auf eine Vielzahl an interessanten Routen freuen – unterwegs wird man hin und wieder mit traumhaften Panoramen in das Umland belohnt. Das schönen bei diesem Trekking in Venezuela ist, dass diese Region noch weitesgehend unbekannt ist und es hier noch zahlreiche unentdeckte Plätze gibt. Die grünen Flächen scheinen endlos, die Berghänge der Alpenregion ähnlich. Doch die Früchte unterscheiden sich mit Mangos, Papayas, Orangen doch sehr von der bekannten Alpenregion.
Ursprünglich kommt der Name Guacharo von der gleichnamigen Tropfsteinhöhle, die man natürlich auf einer Trekkingtour ebenfalls unbedingt besichtigen sollte. Sie gilt als eine der mächtigsten der Welt und kann mit einem ortskundigen Führer bzw. im Rahmen von Gruppentouren erkundet werden. Die Cueva de Guacharo ist ein touristischer Höhepunkt an der Ostküste Venezuela und zugleich die größte Tropfsteinhöhle Südamerikas. Das sehenswerteste Spektakel ist, wenn über 1000 Fettschwälme in der Abenddämmerung zur Futtersuche ausfliegen.

Trekking Humboldt route 31 620x465 Trekking in Venezuela

Permalink

Alternativurlaub in Bayern

Ein Urlaub abseits des Mainstreams muss nicht unbedingt in die Ferne führen. Vielmehr sind es manchmal die naheliegenden Dinge, die erst auf den zweiten Blick mit einigen Überraschungen punkten. Beispiele dafür gibt es viele – und eins davon durften wir mit eigenen Augen erleben.

Foto 1 Alternativurlaub in BayernWarum überhaupt Alternativurlaub?

Wer viel reist, entwickelt nach einigen Jahren eine gewisse Routine. Um den Reiz des Neuen zu bewahren, ist es ratsam, mit diesen Gewohnheiten hin und wieder zu brechen. Der Alternativurlaub in Bayern war in unserem Fall gleich in mehreren Fällen ein Novum. Zunächst die Entfernung: Als erfahrene Weltenbummler haben wir genügend halbtägige Flüge rund um den Globus auf dem Buckel, um einmal darauf verzichten zu können. Dann die Art des Urlaubs: Kitesurfen in Portugal, Bergsteigen in den Rocky Mountains, New York City Marathon und lange Sightseeing-Touren durch weltbekannte Metropolen haben wir alles schon gehabt. Deswegen nun der logische Umkehrschluss: ein rein erholsamer Urlaub fernab von Action und Zivilisation, so nah an der Natur, wie nur möglich. Anders ausgedrückt: Willkommen in Bayern.

Erste Eindrücke auf dem Bauernhof

Nur eine kurze Autofahrt von München entfernt liegt das Allgäu, bekannt als eine der idyllischsten Regionen Deutschlands. Auf dem Bauernhof in der Nähe von Bad Wurzach angekommen, gab es schon beim Check-In die erste Überraschung – sofern das Wort Check-In in einer solchen Umgebung überhaupt gültig ist. Vielmehr handelte es sich um eine herzliche Begrüßung in familiärer Atmosphäre. Im Gegensatz zu den belebten Hotels in der großen weiten Welt, wo Neuankömmlinge nach Schema F in Windeseile abgefertigt werden, läuft auf dem Bauernhof alles sehr ruhig, entspannt und harmonisch ab. Dann der Blick aus dem Fenster: Ein rustikaler Außenbereich im Hof mit Blick auf Hühner- und Pferdestall, daneben ein kleiner Spielplatz, in der Ferne ein Traktor, der über die Felder fährt. Ganz klar: Zwischen Berg und Tal lebt es sich recht angenehm. Der Berufsalltag, bei dem es sich meinem Fall um kostspielige und glamouröse Bauvorhaben in München handelt, war jedenfalls schnell vergessen.

Foto 2 Alternativurlaub in BayernEinfach, aber gut

So war es auch kein Zufall, dass die Gästezimmer fast vollständig belegt waren. Die Besitzer, ein Ehepaar um die 60 Jahre, waren bayerische Originale mit jener Art deftiger Herzlichkeit, wie wir es selten zuvor erlebt haben. Deftig übrigens auch die Küche: Typisch ländliche Kost wie Schweinshaxn, Schnitzel und  Kaiserschmarrn sind über jeden Zweifel erhaben. Die morgendliche Milch zum Kaffee stammte logischerweise aus hauseigener Milchviehhaltung. Das Beste daran: Mitmachen gehört ebenfalls zum Programm. Für Städter wie uns die nächste ungewohnte Erfahrung, die Kuh abzuzapfen und die Pferde zu füttern. Nach kurzer Eingewöhnung aber sehr interessant. Insgesamt sind die Abläufe auf dem Bauernhof noch sehr nah am Rhythmus der Natur. Sobald die Sonne aufgeht, beginnt der Tag; wird es dunkel, ist es Abend. So einfach geht das.

Schnelle Umstellung – kein Problem

Es gehört auf dem Land zum guten Ton, Besuchern das Gefühl zu geben, dazuzugehören. Dazu gehört natürlich auch eine Portion Ortskenntnis. Beim Abendessen wurden wir über die Wanderwege in der Umgebung aufgeklärt, auch zwei Fahrräder konnten wir uns günstig ausleihen. Die geplante Seenwanderung für den nächsten Tag wurde somit zur gemütlichen Fahrradtour mit Mittagspause in  Arnach. Den Erlebnistierpark Alpakahof haben wir am Tag besucht; auf dem Weg haben wir einen Demeter Hof ausfindig gemacht, auf dem wir vor der Abreise noch einkaufen waren. Auf diese Weise konnten wir immerhin eine kleine Prise des ländlichen Friedens mit in die Großstadt nehmen, auch wenn die innere Ruhe nach der Rückkehr leider schnell wieder verschwunden ist. Aber das Allgäu ist ja zum Glück nicht weit entfernt.

Permalink

137 Pillars House

Das 137 Pillars House ist ein äußerst luxuriöses Hotel in Chiang Mai und gehört zu den Top 25-Destinationen in Thailand. Es befindet sich in einem im Kolonialstil errichteten traditionellen Teakholzhaus, welches um 1880 erbaut wurde. Das Hotel mit seinen 30 luxuriösen Suiten ist von üppiger tropischer Vegetation umgeben. Sie werden in privater Atmosphäre einen Hauch von Luxus in traditionellem Ambiente genießen können. In den Suiten erwartet Sie sehr viel Platz, damit Sie jeden einzelnen Tag im 137 Pillars House genießen werden. Das Hotel ist nur 15 Minuten vom Internationalen Flughafen Chiang Mai und nur 10 Minuten vom Bahnhof entfernt. Es ist ein perfekter Standort, um in einer der schönsten Städte Thailands ein paar unvergessliche Tage zu verbringen.

Evening View4 620x412 137 Pillars House

Chiang Mai ist das kulturelle Zentrum im Norden von Thailand und wird aufgrund seiner landschaftlichen Schönheit nicht zu Unrecht als „Rose des Nordens“ bezeichnet. Einige bedeutende Sehenswürdigkeiten befinden sich in der Umgebung des 137 Pillars House und sind bequem zu Fuß zu erreichen. Zu den Sehenswürdigkeiten, die in nur wenigen Minuten zu erreichen sind, gehören der Wat Tor Khar Rham Tempel mit Museum, das Ufer des Ping River und die trendigen Boutiquen in der Nimmanhaemin Road. Weitere lohnenswerte Ziele in der Nähe des Hotels sind der stimmungsvolle Night Bazaar und das Riverside Bar & Restaurant. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten in Chiang Mai, die Sie bei einem Aufenthalt im 137 Pillars House gesehen haben sollten, gehören die Huai Kaeo Falls, der Royal Winter Palace und das Doi Pui Tribal Village.

So wohnen Sie im 137 Pillars House

Im 137 Pillars House wohnen Sie ausgesprochen exklusiv. Das sehr anspruchsvolle Hotel verfügt über insgesamt 30 Suiten. Die 20 Rajah Brooke Suiten haben eine Größe von 70 Quadratmetern, zudem stehen auf Wunsch Verbindungstüren zu den Nachbarsuiten zur Verfügung. Mit 75 Quadratmetern sind die sechs East Borneo Suiten noch ein wenig größer. Viel Platz haben Sie in den beiden William Bain Terrace Suiten. Beiden haben eine Größe von 100 Quadratmetern. Unvergleichlich sind die beiden größten Suiten im 137 Pillars House. In den Louis Leonowens Pool Suiten stehen Ihnen 135 Quadratmeter zur Verfügung.

Living Room4 620x412 137 Pillars House

Die Suiten des 137 Pillar House bestechen durch ihre hochwertige und umfangreiche Ausstattung. So sind die Betten mit einer Premium Ultra-Plüsch Matratze, einer exklusiven Bettwäsche und einer Vielzahl von Kissen ausgestattet. Auf dem Balkon oder der Terrasse steht Ihnen ein übergroßes Tagesbett zur Verfügung. Selbst an separate Innen- und Außenduschen ist hier gedacht worden. Selbstverständlich sind die Suiten mit Klimaanlage sowie einem Klima- und Deckenventilator ausgestattet. Zur weiteren Ausstattung der Suiten gehören ein Safe, eine Minibar sowie eine Espresso-Maschine und einen Wasserkocher. Natürlich können Sie einen leistungsfähigen WLAN-Internetzugang nutzen. Weiterhin sind in den Suiten ein 32´´ LCD-Flachbildfernseher mit verschiedenen Kabelkanälen sowie ein herausragendes Musiksystem mit iPod-Konnektivität vorhanden. Die Suiten im 137 Pillars House sind sowohl als Nichtraucher- als auch Raucher-Suiten buchbar.

Weitere Einrichtungen im 137 Pillars House

Im 137 Pillars House stehen Ihnen verschiedene Bars und Restaurants zur Verfügung. Im Westernstil ist das Palette Restaurant eingerichtet, während Sie im Dining Room in traditionellem thailändischen Ambiente speisen werden. Das Hotel verfügt zudem über einen Weinkeller mit erlesenen Spitzenweinen. In der Parlor Lounge oder der Jack Bain Bar können Sie einen erlebnisreichen Urlaubstag gemütlich ausklingen lassen. Die Meeting- und Veranstaltungsräume des Hauses geben Ihnen die Möglichkeit, eine kleine private Feier oder eine Business-Veranstaltung für bis zu 35 Personen durchzuführen.

Dining Room2 620x412 137 Pillars House

Zum 137 Pillars House gehört auch ein Wellness- und Gesundheitszentrum. Im Spa-Bereich können Sie verschiedene Anwendungen von der Aromatherapie bis zur Thai-Massage genießen. Es wird auch Yoga angeboten, welche als Einzel- oder Gruppensitzung buchbar sind. Ein Fitnessraum mit Multistation, computergesteuerten Cardiogeräten und Hanteln sowie ein 25 x 5,5 Meter großes Schwimmbecken ergänzen die umfangreichen Möglichkeiten.

Dienstleistungsangebote im 137 Pillars House

Das 137 Pillars House bietet Ihnen während des Aufenthalts verschiedene Dienstleistungen. So ist ein privater Flughafentransfer ebenso selbstverständlich wie der persönliche Butler oder der Concierge-Service. Ihre Wäsche können Sie zur Reinigung geben und erhalten diese noch am selben Tag zurück. Das Hotel organisiert für Sie auch gerne individuelle Erlebnistouren und Exkursionen. Für Notfälle steht zudem ein 24stündiger medizinischer Dienst zur Verfügung.

Permalink

Mittelmeer, Ahoi – Mein erstes Mal auf hoher See

Als Kind konnte ich mir nichts Großartigeres vorstellen, als Pirat zu werden. Es war weniger der Aspekt dabei Seeräuber zu sein, als die Sieben Weltmeere als Heimat zu haben, der mich begeistert hat. Eigentlich ironisch, dass es dann stolze 28 Jahre gedauert hat, bis ich es tatsächlich auf ein Schiff gebracht habe. Dies sind meine Erfahrungen bei meiner ersten Kreuzfahrt.

Von klein auf hat es mich immer auf das Wasser gezogen. Besonders konsequent war ich mit der Verfolgung meines Traums bis vor kurzem aber nicht. Als Kind habe ich nie darauf gedrängt, eine Kreuzfahrt zu machen und als Kriegsdienstverweigerer habe ich mich nicht einmal damit auseinandergesetzt, der Marine beizutreten. Erst vor zwei Wochen habe ich es geschafft, meinen Wunsch umzusetzen und bin mit meinen zwei besten Freunden auf eine einwöchige Kreuzfahrt durch das westliche Mittelmeer gegangen.

Zugegeben: Meine allererste Erfahrung auf dem Wasser war es nicht, doch die zwei Nächte, die ich auf der Hin- und Rückreise meines Schüleraustauschs  nach England auf der Fähre verbrachte,  zählen für mich nicht als Hochseeabenteuer. Auch die Autofähre über den Öresund lasse ich an dieser Stelle außen vor. Dies war tatsächlich das erste Mal, dass ich mehrere Tage am Stück auf dem Seeweg die Welt erkundet habe.

Marseille war der Ausgangs- und Endpunkt unserer Reise. Eine Nacht haben wir dort vorab im Hostel verbracht, da die Anreise am eigentlichen Abfahrtstag zu kompliziert und teuer geworden wäre, obwohl das Schiff von MSC Kreuzfahrten erst um 18:00 Uhr ablegte. So hatten wir aber umso mehr Zeit die südfranzösische Metropole unter die Lupe zu nehmen. Die attraktivste Stadt ist Marseille keineswegs, auch wenn die Stadt 2013 eine der Kulturhauptstädte Europas ist und extra für dieses Jahr schön hergerichtet wurde. Was meine Meinung der Stadt etwas verbesserte, ist die Kirche Notre Dame de la Garde, die auf einem Hügel nahe der Küste einen Wahnsinnsblick über die Stadt bietet.

Als wir gegen 17:00 Uhr an Bord gingen, haben wir zunächst unsere Kabine aufgesucht und es uns gemütlich gemacht. Nach dem Abendessen und zwei Drinks in der nächstgelegenen Schiffsbar war für uns der Tag auch schon zu Ende. Das Sightseeing von vor allem der Aufstieg zum Berg, wo die Kirche steht, hat uns völlig fertig gemacht, sodass wir an unserem ersten Abend auf dem Schiff schliefen, wie Babys.

Der erste Halt, den ich schon kannte, war Barcelona. Zwei Mal war ich bereits in der Hauptstadt Kataloniens und daher konnte ich für unsere Drei-Mann-Reisegruppe den Fremdenführer spielen. Wir hatten etwa acht Stunden vor Ort, in denen wir den Großteil des touristischen Spektrums abgeklappert haben: Der Montjuic, das Olympische Dorf, das Gotik-Viertel, den Paseig de Grácia und die Ramblas sowie zu guter Letzt den Placa de Espanya. Was ich noch von der Stadt wusste, habe ich weitergereicht. Schade, dass wir hier nicht noch eine Weile länger bleiben konnten, denn was Barcelona für mich in der Vergangenheit immer ausgezeichnet hat, war das Nachtleben.

Für mich persönlich war Valencia am nächsten Tag die Überraschung des Urlaubs schlechthin. Außer, dass dort eine ordentliche Fußballmannschaft spielt und ein jährliches Formel-1-Rennen stattfindet, wusste ich rein gar nichts von dieser bezaubernden Großstadt. Was uns hier begeistert hat, ist der Balanceakt zwischen hochmodernen Architektur und historischen Gebäuden. Diese Kontraste sind hier ganz toll vereint und die allgemeine Atmosphäre der Stadt ist sehr jung und dynamisch. Vor allem aber ist es hier heimelig. Man fühlt sich nicht verloren in den Weiten, wie in Barcelona. Es ist alles etwas vertrauter. In der Hinsicht, hat mich Valencia etwas an eine Art mediterranes Dublin erinnert: eine gemütliche Metropole.

Tag 4 sollte mein Weltbild völlig auf den Kopf stellen. Wie eingangs erwähnt, habe ich mich von klein auf immer als Seebär gesehen, der noch nie die Gelegenheit hatte sich in seinem natürlichen Gefilde zu tummeln. Das hat sich schließlich geändert, als wir diesen Tag vollständig zu See waren und mich die Seekrankheit erwischt hat. So konnte ich tagsüber keinen Happen zu mir nehmen, weil mein Magen drohte, alles zugeführte sofort wieder loswerden zu wollen. Abends beruhigte sich die Übelkeit wieder, doch mehr als eine Suppe wollte ich mir dennoch nicht zutrauen, obwohl das Buffet wirklich klasse aussah. Mein Fazit: Wenn ich auf See klarkommen möchte, brauche ich ein paar Stunden Land pro Tag. So etwas, wie eine Transatlantikstrecke kommt für mich also leider nicht in Frage.

Rom Mittelmeer, Ahoi    Mein erstes Mal auf hoher SeeUnsere Ankunft in Tunis am nächsten Morgen des fünften Tages war deshalb eine entgegengefieberte Erleichterung für mich. Die anderen haben den Tag zur See besser wegstecken können als ich. Das hat sich auch bemerkbar gemacht, als ich erstmals wieder an Land Fuß gefasst habe und das Schwankgefühl einfach nicht nachlassen wollte. Es ist schade, dass mir unser einziger Halt in Afrika so schlecht in Erinnerung geblieben ist. Gerne hätte ich mehr davon mitgenommen, aber nach unserem Mittagessen bin ich alleine auf das Schiff wieder zurück und habe mich ausgeruht.

Civitavecchia haben wir am nächsten Morgen erreicht. Wem das nichts sagt: Das ist eine Küstenvorstadt von Rom, von der man noch etwa eine Stunde in die Innenstadt der Ewigen Stadt fährt. In Rom war ich bereits als Kind mit meinen Eltern mindestens drei Male. Die Stadt war daher nichts neues für mich und, da die meisten Leute, die ich kenne, auch schon Rom kennen, werde ich nicht weiter ins Detail gehen. Natürlich ist die Stadt wunderschön und strotzt vor Sehenswürdigkeiten, aber diese jetzt aufzulisten wäre müßig und könnte einen eigenen Beitrag bilden. Vielleicht ein andern Mal.

Rom2 620x288 Mittelmeer, Ahoi    Mein erstes Mal auf hoher SeeBei der morgendlichen Anfahrt nach Genua war ich der einzige, der mit Frühstück und Hygiene fertig war. Die anderen zwei haben lieber noch einen Augenblick länger geschlafen, doch wussten nicht, dass Sie einen herrlichen Anblick verpassen: die wunderschöne Küste Liguriens. Dies ist die eigentliche und ursprüngliche Riviera, dessen Namen zahlreiche Küsten in der Zwischenzeit zu Vermarktungszwecken annektierten.  Gerne komme ich hier noch einmal zurück, um die weitere Küste zu entdecken. Genua selbst ist auch wundervoll. Viele schöne Plätze und Stadtpaläste zieren die Altstadt. Ich würde jedem, der die Stadt besucht, raten den Leuchtturm zu besteigen. Das Symbol Genuas existiert in seiner Basis schon seit dem 12. Jahrhundert. Der aktuelle Bau geht auf die Renaissance zurück und bildet noch heute den höchsten Leuchtturm Europas. Entsprechend faszinierend ist der Blick auf die Stadt von hier.  Auch wenn die Stadt in vielen Teilen sehr industriell ist, hat sie trotzdem einen besonderen Charme, der es mir irgendwie angetan hat.

Mein Fazit: Ich bin zwar nicht für die Weltmeere geschaffen, aber ich hatte eine wundervolle und sehr abwechslungsreiche Zeit. Ob ich noch einmal eine Kreuzfahrt machen würde? Ausschließen werde ich es sicher nicht, da die Erfahrung wirklich klasse war. Falls es aber passieren sollte, wird es noch einige Zeit dauern.

Permalink

Soma Bay – Ägyptens Geheimtipp zum Abtauchen und Entspannen

Ägypten ist bei vielen Urlaubern seit Jahren ein sehr beliebtes Reiseziel. Sowohl die Bade- und Strandurlauber kommen durch das warme und angenehme Klima und die feinen Sandstrände auf ihre Kosten, als auch die Sightseeing-Fans, die in Kairo, Alexandria und den Städten am östlichen Nilufer beeindruckende Pyramiden, Baudenkmäler und Tempel besichtigen können. Abseits der Tourismushotspots bietet das Land allerdings noch viele faszinierende Reisedestinationen, wie die Halbinsel Soma Bay an der Küste zum Roten Meer. Diese hat sich zu einen wahren Geheimtipp für Taucher, Kitesurfer, Sportreisende und Wellnessurlauber entwickelt.

Tauchen go pro 002 620x348 Soma Bay – Ägyptens Geheimtipp zum Abtauchen und EntspannenLandestypisches Flair auf der Halbinsel

Lange Zeit war Soma Bay und die Küstenregion des Roten Meeres ein vollkommen unbekannter und einsamer Ort, der nur von wenigen Nomaden und Fischern aufgesucht wurde, bevor man das Potential der Halbinsel Ende der 70er Jahre als malerisches Reiseparadies zum Erholen und Entspannen erkannte. Die etwa 10 Quadratkilometer große Region von Soma Bay ist nach einen vier- bis fünfstündigen Flug zum Flughafen Hurghada und einem anschließenden ca. 45min dauernden Transfer zu erreichen und wird vom Auswärtigen Amt als sicher eingestuft. Trotz der recht guten Infrastruktur und Anbindung hat sich die Halbinsel ihren ganz eigenen Charme und ihre idyllische Atmosphäre wahren können und beeindruckt mit faszinierenden Naturimpressionen aus Gebirgsketten im Südwesten, der Wüste und der namensgebenden Bucht mit feinen Sandstrand und türkisfarbenen, klaren Wasser.

GOPR0331 19.10.2012 17.38.351 620x348 Soma Bay – Ägyptens Geheimtipp zum Abtauchen und Entspannen

Erlebnis Tauchen

Die wohl faszinierendsten Einblicke finden sich in Soma Bay unterhalb der Wasseroberfläche und bestehen aus atemberaubenden Korallenriffen unmittelbar vor der Küste und einer facettenreichen Unterwasserwelt, die von vielen Tauchern als eine der schönsten Tauchplätze Ägyptens empfunden und als Sehenswürdigkeit eingestuft wird. Sowohl die Wassertemperatur von 22 bis 28 Grad als auch die Unterwassersicht ist in Soma Bay ganzjährig ausgesprochen gut und lädt zum Tauchen und Schnorcheln ein. Unter der Vielfalt der Fischarten befinden sich neben Papageien-, Anemonen und Kugelfischen auch Muränen und Rochen. Gelegentlich kann man auch den kleinen Weißspitzenriffhai oder den Grauen Riffhai beobachten. Auf eigene Faust abtauchen sollte man allerdings nicht. Wer eine erlebnisreiche und sicherere Tauchreise in Soma Bay erleben möchte, sollte sich nicht scheuen, die Hilfe von erfahrenen Tauchlehrern in Anspruch zu nehmen und einen Tauchkurs, beispielsweise direkt beim Reiseveranstalter, zu buchen. Die zahlreichen zertifizierten Tauchschulen und -Stationen in Soma Bay bieten professionelle Kurse für alle Leistungsniveaus, sicheres Tauchen in den eigenen Hausriffs und den Verleih der richtigen Ausrüstung an.

Tauchen go pro 004 620x348 Soma Bay – Ägyptens Geheimtipp zum Abtauchen und EntspannenEntspannen mit Wellness und Spa

Eine Ergänzung oder auch Alternative zum Tauchen bieten in Soma Bay, neben den weiteren Wassersportarten wie Kite- und Windsurfen, auch die zahlreichen Wellness- und Spa-Angebote der ortsansässigen Hotels, wie etwa das 2010 neu erbaute The Breakers Diving and Surfing Lodge mit seinen besonders charmanten Ambiente. Zum Entspannen eignet sich neben der klassischen Sauna und dem Whirlpool auch die verschiedenen Massageangebote, das Türkische Bad sowie die Thalassotherapie. Wer sich von der Harmonie und dem Flair der Halbinsel nicht genügend beruhigen und vom Alltag abschalten konnte, wird dies spätestens nach einen entspannenden Tag im Wellness-Center tun können und möglicherweise in Soma Bay, abseits der Touristenmassen, sein nächstes Lieblingsreiseziel finden.