Venezuela ist gerade für Individualreisende und für Aktivurlauber ein wahres Paradies: Karibische Strände, dichte Regenwälder und unzählige kulturelle Schönheiten zeichnen das Land im Norden von Südamerika aus. Es gibt viel zu entdecken, vor allem beim Trekking hat man die Möglichkeit, selbst hautnah die beeindruckende Artenvielfalt der Flora und Fauna des Landes kennenzulernen. Venezuela ist das perfekte Reiseland für Naturliebhaber, Geschichts- und Kulturinteressierte und natürlich auch für Sportler – ganz sicher kommt jeder bei einem Trekkingurlaub auf seine Kosten.
Trekking am Roraima – ein unvergessliches Erlebnis
Im schönen Dreiländereck von Brasilien, Kolumbien und Venezuela gelegen befindet sich der Roraima, der höchste Tafelberg der ganzen Welt. Die dort heimischen Pemon-Indianer nennen ihn unter anderem auch “groß”, “fruchtbar” oder auch “türkisblau”, was auf seine von Weitem schimmernde Farbe zurückzuführen ist. Das Einzigartige an diesem Berg ist, dass es dort rund 80 % endemisches Leben gibt, also Tier- und Pflanzenarten, die sonst nirgends auf der Erde vorkommen. Darunter fallen zum Beispiel einige Arten von fleischfressenden Pflanzen, welche sehr spannend zu beobachten sind. Im Jahr 1912 bezeichneten englische Forscher diese Gegend als Lost World – dieser Begriff ist bis heute bekannt. Für Trekking eignet sich der Roraima bestens, wenn man eine einzigartige Natur hautnah erleben möchte. Die Besteigung des Roraima ist allerdings nur mit einem Guide zu empfehlen, denn bei der Durchquerung zahlreicher Flüsse ist eine helfende Hand immer wichtig. Im vorneweg sollte man sich bewusst sein, dass die 6 Tagestour auf den Roraima nur für geübte Wanderer zu empfehlen ist. Ein guter Tipp: Dank der günstigen Lage in Ostvenezuela lassen sich von dort aus auch Touren in das Orinoco-Delta und nach Canaima planen, allerdings sollte man allein schon für den Roraima mit seiner atemberaubenden Natur mehrere Tage einplanen. Die An-und Abreise nach Santa Elena, dem Startpunkt des Roraima Trekkings findet mit dem Bus statt. Die landschaftliche Schönheit der Tafelberge ist einzigartig.
Trekking in der einzigartigen Natur Venezuelas: Unterwegs auf der Humboldt-Route
Auch die beeindruckende Humboldt-Route ist unbedingt einen ausgiebigen Ausflug in die Natur wert, wenn man Venezuela bereist. Bereits Alexander Humboldt wusste zu seinen Lebzeiten, wie schön die Natur an der Grenze des Bundesstaats Sucre zum Bundesstaat Monagas ist. Dort befindet sich bis heute der Guacharo Nationalpark, welcher mit seiner unberührt wirkenden Landschaft jeden Reisenden in seinen Bann zieht. Es gibt unzählige rauschende Wasserfälle, kleine Flüsse, aber auch sanfte Hügel, fruchtbare Felder, auf denen Tropenfrüchte angebaut werden und dichte Regenwaldregionen. Sowohl Wanderer als auch Kletterer und Mountainbiker dürfen sich im Park auf eine Vielzahl an interessanten Routen freuen – unterwegs wird man hin und wieder mit traumhaften Panoramen in das Umland belohnt. Das schönen bei diesem Trekking in Venezuela ist, dass diese Region noch weitesgehend unbekannt ist und es hier noch zahlreiche unentdeckte Plätze gibt. Die grünen Flächen scheinen endlos, die Berghänge der Alpenregion ähnlich. Doch die Früchte unterscheiden sich mit Mangos, Papayas, Orangen doch sehr von der bekannten Alpenregion.
Ursprünglich kommt der Name Guacharo von der gleichnamigen Tropfsteinhöhle, die man natürlich auf einer Trekkingtour ebenfalls unbedingt besichtigen sollte. Sie gilt als eine der mächtigsten der Welt und kann mit einem ortskundigen Führer bzw. im Rahmen von Gruppentouren erkundet werden. Die Cueva de Guacharo ist ein touristischer Höhepunkt an der Ostküste Venezuela und zugleich die größte Tropfsteinhöhle Südamerikas. Das sehenswerteste Spektakel ist, wenn über 1000 Fettschwälme in der Abenddämmerung zur Futtersuche ausfliegen.











